- Date
- 01 August 2010
- Time
- 1:00
Supermodel Maryna
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Wir haben schon vor etwas mehr als einem Jahr ein Interview mit Marina Lintschuk veröffentlicht, als sie bereits ein bekanntes und gefragtes Model war. Die wichtigste Veränderung im vergangenen Jahr ist, dass Marina von der Kategorie der Top-Models in die Kategorie der Supermodels übergewechselt ist. Während ihres letzten Besuchs in Moskau ist es uns gelungen, mit ihr und mit Pawel Sotow, der sie entdeckte, zu sprechen.
Marina, wie fühlen Sie sich?
Es ist sehr viel passiert, es gab sehr viel Arbeit. Es ist mir nicht möglich, mich an irgendetwas Konkretes zu erinnern. Was sich im letzten Jahr geändert hat? Ich mache einfach keine Castings mehr. Man ruft mich an und sagt: morgen musst du arbeiten. Ich habe ganz vergessen, wie mein Portfolio aussieht.
Ist Ihr Terminplan noch voller geworden?
Natürlich, die Nachfrage nach mir ist stark gestiegen.
Pawel: Es gibt eine bestimmte Agiotage, deshalb haben Marinas Agenten im Ausland es schwer – ihr Terminplan ist voll und sehr angespannt. Dabei ist die Verantwortung für die Entscheidung für den einen oder anderen Kunden gestiegen, da Marina mit Persönlichkeiten solchen Niveaus arbeitet, denen man nicht absagen kann. Wenn John Galliano oder Sofia Coppola sich an einen wenden – wie kann man ihnen absagen?
Marina: Vor kurzem ist es mir passiert, dass ich an einem Video für Christian Dior arbeitete, bei dem Sofia Regie führte. Zur selben Zeit fanden auch Fotoaufnahmen mit Steven Meisel, dem wichtigsten Fotografen unserer Zeit, für die amerikanische Ausgabe von VOGUE statt. Ich musste diese Fotoaufnahmen absagen.
Marina, haben sich Ihre persönlichen Vorlieben in der Mode in diesem Jahr geändert?
Ich habe immer einen eigenen Stil gehabt. Er ist sehr einfach: schwarz, weiß, grau. In dieser Saison noch ein paar Farben. Aber immer einfach, ein cooler New York style. New York style bedeutet, du gehst durch New York, hast kein Auto, und für zwei Blöcke nimmst du kein Taxi (außerdem sind da immer Staus), deshalb trägst du immer bequeme Schuhe, Leggings, Blazer, kurze Kleidchen, im Sommer Shorts und T-Shirts. Und auf Partys zieht man lange schöne Kleider an.
Erzählen Sie bitte über die Häuser und Marken, für die Sie jetzt arbeiten.
Miss Dior Cheri (Creative Director – Galliano), Versace, Dolce Gabbana, Gap. Gap-Posters von mir hängen im Moment in ganz New York. Auf ihnen steht: "Marina Linchuk for Gap".
Und mit welchen Designern hat ihnen das Arbeiten am besten gefallen?
Marina: Sie sind alle einzigartige Menschen, verstehen Sie? Alle ungewöhnlich. Das erste Mal habe ich für Versace gearbeitet.
Pawel: Donatella hat eine verwandte Seele in ihr gespürt…
Marina: Ja, als ich die erste Saison dort arbeitete, habe ich den Abschluss der Show gemacht. Dolce und Gabbana sind meine Lieblinge. Einfach Freunde. John Galliano ist einfach ein erstaunlicher Mensch, dabei ist er ganz einfach.
Pawel: Ein historisches Faktum: wenn er jemand von den Mädchen, mit denen er früher arbeitete, nicht nimmt, schickt er einen Blumenstrauß und eine Karte zur Entschuldigung. Wieviele Designer bei uns in Russland sind zu solchen Gesten fähig? Deshalb ist er natürlich unser Idol.
Was würden Sie Mädchen raten, die Models werden wollen?
Sie müssen sich bemühen, arbeiten. Nicht weinen, sich nicht beschweren, den Schmerz ertragen. Bei uns hat sich vor kurzem Natascha Poli eine Zehe gebrochen und hat trotzdem weiter vorgeführt. Ich habe mir mal die Hüfte verrenkt und habe mit Schmerzen gearbeitet. Hier ist sehr starke Konkurrenz. Die ersten zwei Saisonen sind leicht, aber für Saisonen hinter sich zu bringen und zu bleiben, wo du bist – das ist das schwierigste.
Datum und Zeit:
27.10.2008Autor:
Anna LosewaQuelle:
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